10 September 2014 - 04:26
Araghchi: Hauptdifferenzen zwischen dem Iran und der G5+1 bestehen immer noch

– "Die grundlegenden Differenzen mit der G5+1 bestehen immer noch", so das hohe Mitglied der iranischen Verhandlungsdelegation, Abbas Araghchi.

Am Montagabend erläuterte Abbas Araghchi während eines Exklusivinterviews mit dem zweiten Kanal des iranischen Fernsehens die jüngsten Entwicklungen der Nuklearverhandlungen und betonte, dass am Ende der 6 monatigen Verhandlungsfrist, keine allgemeine Nuklearvereinbarung erzielt werden konnte. "Alle Bemühungen liefen darauf hinaus, die Frist um 4 Monate zu verlängern", sagte er.

Araghchi bezeichnete die Aufstellung einer allgemeinen Nuklearvereinbarung als schwierig und betonte, dass diese Vereinbarung erst nach einem politischen Konsens über alle Themen erzielbar sein werde.

Der Vizeaußenminister Irans sagte: "Der Inhalt der allgemeinen Nuklearvereinbarung steht zu 60 bis 70 Prozent bereit. 30 Prozent des Inhalts ist noch nicht ganz geklärt und erfordert noch eine Entschlussfassung."

Er fügte hinzu: "Der Verständnisgrad für die gegenseitigen Stellungnahmen ist gut. Trotzdem bestehen noch Differenzen, von denen einige sehr tief sind. In mehreren Fällen hat man sich in den Standpunkten genähert und wurden auch Lösungswege vorgeschlagen."

Über mögliche neue Sanktionen gegen Teheran sagte der Vizeaußenminister: "Der Iran wird selbstverständlich Reaktionen zeigen und nicht erlauben, dass diejenigen, die die Verhandlungen kentern wollen, auf diese Weise Erfolg haben."

Die nächste Runde der Verhandlungen zwischen dem Iran und der G5+1 ist für den 18. September 2014 geplant. Sie soll am Rande der jährlichen ordentlichen Sitzung der UN-Vollversammlung stattfinden.